Bevölkerungswachstum

Wir haben es lesen können, die Bevölkerung in der Schweiz nimmt ständig zu, es wird eng, in den Zügen, auf den Strassen, in den Wohngebieten. Wir kommen an die Grenzen des Wachstums. Der Kanton Uri ist der einzige Kanton, der kein Bevölkerungswachstum verzeichnet. Was heisst das? Sind wir zu wenig attraktiv als Wohnort, obwohl sehr gut erschlossen? Fakt ist, wir haben seit Jahren mit Abwanderung zu kämpfen. Verschärft wurde das Ganze durch den Verlust von Arbeitsplätzen der Bundes- oder bundesnahen Betriebe und auch die Abwanderung der gut ausgebildeten Jungen macht Sorgen. Offensichtlich ist es auch mit der neuen Steuerstrategie nicht gelungen, neue Bewohnerinnen und Bewohner nach Uri zu bringen – es fehlt wohl an Marketingmassnahmen, auch an attraktiven und attraktivsten Wohnlagen (wie es z. B. in Flülen möglich wäre). Zudem hat das ewige Lamentieren über die verkehrlichen Belastungen nicht zu einem positiven Image beigetragen. Hier müssen wir tätig werden, denn attraktives Wohnen auf dem Land ist in Uri möglich. Die Entwicklung in Andermatt ist ein Schritt in die richtige Richtung, doch das allein reicht nicht. Und wenn wir bereits bei diesem Projekt schon über steigende Wohnungspreise lamentieren , dann haben wir so Einiges noch nicht begriffen. Es geht um die Zukunft unseres Kantons. Klar ist Bevölkerungswachstum nicht als Ziel an sich zu sehen - denn Zuwachs an Bevölkerung heisst auch Investitionen in Infrastrukturen, wenn aber die Abwanderung so weit geht, dass die Infrastrukturen nicht mehr ausgelastet sind, dass Behörden nicht mehr besetzt werden können, wenn das Steuersubstrast rückläufig wird, dann haben wir ein Problem. Zu spät ist es noch nicht, aber handeln ist angezeigt und denken in grösseren Dimensionen.

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